Wie das Ganze angefangen hat
Ich bin ehrlich: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einen Erfahrungsbericht über eine Lampe schreibe. Aber unser Schlafzimmer war jahrelang ein kleines Problem. Wir haben eine Deckenleuchte, die man nur ganz an oder ganz aus machen kann – und auf dem Nachttisch stand eine Leselampe, deren Licht so weiß war, dass ich danach immer noch eine halbe Stunde wach lag.
Mein Mann arbeitet im Schichtdienst. Wenn er um kurz nach elf nach Hause kam, ging entweder das große Licht an – und ich war wach – oder er stolperte im Dunkeln über den Wäschekorb. Das klingt banal, aber wenn das dreimal die Woche passiert, wird es nervig.
Im Frühjahr bin ich dann über eine kleine Leuchtturm-Lampe mit Mondlicht-Projektion gestolpert. Meine erste Reaktion war ehrlich gesagt: „Noch so ein Deko-Ding.“ Ich habe sie zwei Wochen lang im Browser-Tab liegen lassen, bevor ich sie bestellt habe.
Das Auspacken
Geliefert wurde nach vier Tagen. Der Karton war kleiner, als ich gedacht hatte – die Lampe ist ungefähr so hoch wie eine Wasserflasche, also wirklich handlich. Drin waren die Lampe, eine Fernbedienung, ein USB-C-Kabel und eine Anleitung, die auch auf Deutsch war.

Was mich sofort überrascht hat: Das Gehäuse fühlt sich nicht nach billigem Hohlplastik an. Es hat eine leicht raue Oberfläche, und die kleinen Fenster im Turm sind sauber ausgearbeitet. Der Sockel hat Gewicht – die Lampe kippt nicht um, wenn man im Halbschlaf danach greift.
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Die erste Nacht
Ich habe sie eine Stunde geladen und abends angeschaltet. Der obere Teil dreht sich langsam und wirft ein warmes Lichtmuster an Wand und Decke – ein bisschen wie Wellen, die sich bewegen. Unsere Tochter (7) hat das Zimmer betreten und ist einfach stehen geblieben und hat geguckt. Das war der Moment, in dem ich dachte: okay, das ist mehr als Deko.
Die Helligkeit lässt sich stufenlos regeln. Auf der niedrigsten Stufe ist es wirklich nur ein Glimmen – genug, um den Weg ins Bad zu finden, aber nicht genug, um wach zu werden. Genau das hatte uns gefehlt.




Was ich nach acht Wochen sagen kann
Der Bewegungssensor ist der eigentliche Held
Ich hatte diese Funktion beim Kauf komplett übersehen. Wenn die Lampe im Sensormodus ist, geht sie an, sobald sich jemand nähert, und nach kurzer Zeit wieder aus. Seit mein Mann das entdeckt hat, geht bei ihm nachts kein großes Licht mehr an. Keine Diskussionen mehr um halb zwölf.
Der Lautsprecher: besser als erwartet, kein Ersatz für eine Anlage
Die Lampe lässt sich per Bluetooth verbinden. Wir nutzen das für leise Hörspiele beim Einschlafen unserer Tochter. Für Sprache und ruhige Musik reicht das völlig. Wer Bass erwartet, wird enttäuscht – das ist ein kleiner Lautsprecher in einer Lampe, kein Soundsystem. Für mich war das nie das Kaufargument.
Der Akku
Bei niedriger Helligkeit halte ich locker mehrere Abende durch, bevor ich lade. Wenn Projektion und Musik gleichzeitig laufen, geht es deutlich schneller. Wir lassen sie inzwischen einfach am USB-C-Kabel am Nachttisch – dann ist das Thema erledigt. Praktisch ist trotzdem, dass man sie kabellos mit auf den Balkon nehmen kann.
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Was mich gestört hat
Ich will nicht so tun, als wäre alles perfekt. Drei Dinge:
- Die Fernbedienung ist winzig. Bei uns ist sie in der ersten Woche zweimal hinters Bett gefallen. Ich habe ihr jetzt einen festen Platz in der Nachttischschublade gegeben.
- Die Anleitung erklärt die Modi etwas knapp. Ich habe ein paar Minuten gebraucht, um zwischen Dauerlicht, Projektion und Sensormodus sicher umzuschalten. Danach ist es selbsterklärend.
- Die Projektion wirkt am besten an hellen, glatten Wänden. An unserer dunklen Raufasertapete im Flur sieht man deutlich weniger.
Nichts davon war für mich ein Rückgabegrund – aber ich hätte es gerne vorher gewusst.
Für wen ich sie empfehlen würde
Aus meiner Sicht passt sie zu Menschen, die abends bewusst herunterfahren wollen, zu Kinderzimmern, in denen totale Dunkelheit schwierig ist, und als Geschenk für alle, die Meer, Küste und Leuchttürme mögen. Meine Schwiegermutter hat inzwischen auch eine – sie stellt sie im Wohnzimmer auf die Kommode.
Wer dagegen eine helle Leselampe sucht, um abends noch hundert Seiten zu schaffen, ist damit falsch beraten. Dafür ist das Licht schlicht zu weich.
Mein Fazit
Es ist eine Lampe. Sie hat mein Leben nicht umgekrempelt. Aber sie hat eine kleine, tägliche Reiberei in unserem Haushalt still gelöst – und dafür fand ich den Preis in Ordnung. Nach acht Wochen steht sie immer noch jeden Abend an derselben Stelle, und das ist bei uns ehrlich gesagt selten.
Wenn Sie überlegen: Schauen Sie sich vor allem die Bilder der Projektion in Ihrem eigenen Raum vor – das ist der Punkt, an dem sie steht und fällt.
